Elfe04

Ein Leben

Die Alte in den seltsamen grauen Kleidern griff mit knorrigen Fingern in die Schale mit Maiskörnern. Sie stand vor ihrer dicht mit Laub und Moosen bewachsenen Hütte mitten im tiefsten Wald und teilte die Körner mit den Vögeln, die auf ihr Rufen herbei geflogen waren. Die alte Frau mochte an die hundert Jahre alt sein, niemand wusste es so genau, und schon gar nicht sie selbst. Sie hatte ihr Alter vergessen, so wie sie Zeit und Raum vergessen hatte. Für sie gab es nur noch die Sonnenauf- und -untergänge und die frei lebenden Tiere im Wald. Selten verirrte sich einmal ein Jäger oder eine der umherziehenden Nomadenfamilien in ihre Nähe. Sie machten meist einen großen Bogen um ihre Hütte, die zudem kaum zu erkennen war, so verwachsen war sie mit der Natur. Wenn doch einmal ein Mensch die Alte zu Gesicht bekam, rollte der mit den Augen und machte sich schleunigst aus dem Staub. Die Leute fürchteten sich vor der hutzeligen Alten und es ging das Gerücht, dass sie eine Zauberin sei, die mit den Tieren sprechen konnte.

Die greise Frau war es gewohnt, von den Menschen gemieden zu werden. Umso mehr liebte sie die Tiere des Waldes und tatsächlich konnte sie mit ihnen sprechen. Die Tiere erzählten ihr von den Geschehnissen der Welt und vor allem der Kondor, der eigentlich in den Bergen lebte, besuchte seine alte Freundin regelmäßig, um ihr zu berichten was er gesehen und gehört hatte. Wie sie nun so da stand und die Vögel fütterte, kam mit großem Brausen ihr Freund, der Kondor angerauscht. Vorsichtig manövrierte er sich durch die dichten Zweige der Bäume, landete und hüpfte aufgeregt auf die Alte zu. Noch bevor er sie erreicht hatte, schackerte er los: „Du kriegst Besuch, Besuch!“ Die Greisin lächelte dem Tier entgegen: „Und deshalb bist du so aufgeregt? Sie werden schon wieder abziehen, wenn sie merken, dass sie in der Nähe meiner Hütte sind. Die Menschen .. du weißt, ich mag sie so wenig wie ihr.“ Der große Vogel schüttelte den Kopf: „Diesmal ist es anders. Diesmal werden sie dich nicht umgehen. Sie kommen zu dir. Zu dir!“ Die Alte lachte: „Das glaube ich kaum. Wer sollte mich besuchen wollen? Und vor allem .. aus welchem Grund?“ - „Den Grund weiß ich auch nicht“, krächzte der Vogel, „aber sie sind gleich hier .. ich muss weiter .. behüt dich Gott!“ Gesagt, getan, flatterte der Kondor ein wenig mit den Flügeln, bis er die Baumwipfel erreicht hatte und segelte dann majestätisch davon.

Die Alte stand verwundert vor ihrer Behausung und lauschte hinaus in den Wald. Ihre Ohren waren ebenso gut wie ihre Augen, das Alter hatte ihre Sinne nicht getrübt, und so hörte sie bereits die Stimmen und Schritte der Herannahenden. Besonders eine Stimme drang an ihr Ohr .. die einer jungen Frau, die immer wieder laut darum flehte, man möge Erbarmen mit ihr haben und sie nicht in diesem schrecklichen Wald aussetzen. Die Greisin hatte genug gehört. Sie ließ sich auf der Bank vor ihrer Hütte nieder und begann die Wurzeln und Kräuter für ihre nächste Mahlzeit zu putzen. Die Stimmen und Schritte kamen näher und endlich raschelte es im nahen Unterholz.

Machetenhiebe teilten das lebendige Grün und bahnten sich einen Weg zur Wohnstatt der Alten. Mit einem Mal war der kleine Platz vor ihrer Hütte mit einer Handvoll Menschen angefüllt. Vier Männer in prächtigen Kleidern führten eine junge Frau mit sich, die ein schneeweißes Kleid trug und über und über mit Gold behangen war. So eine Pracht hatte die Alte schon lange nicht zu Gesicht bekommen. Das konnte nur eine Prinzessin sein. Ihr stockte der Atmen. Die junge Frau in dem weißen Kleid starrte sie an. Doch nur für einen Moment, dann wandte sie sich fäusteballend an die Männer, die sie hierher gebracht hatten und fluchte, wie es sich für eine Prinzessin sicherlich nicht geziemte. Die Männer lachten höhnisch. Dann band einer von ihnen, es musste wohl der Anführer der Soldaten sein, der jungen Frau die Hände und zog den Strick an einem Baum fest: „Du bleibst hier. Strafe muss sein.“ Die junge Frau konnte sich winden und schreien, soviel sie wollte ... die Männer wandten sich ab und verschwanden wortlos im dichten Wald.

Die Alte war sprachlos. Was hatte das alles zu bedeuten? Langsam erhob sie sich mit dem Messer in der Hand und ging auf die vornehm aussehende junge Frau zu. In gebührendem Abstand hielt sie inne und nahm das angebundene, wild zappelnde Wesen von allen Seiten in Augenschein. Die Gebundene fand sich zuerst wieder und kreischte die Alte an: „Bind mich los, du Hexe. Mach schon! Durchschneide die Fesseln, dann kann ich noch vor Einbruch der Dunkelheit wieder im Lager sein!“ Die Alte machte keinerlei Anstalten, das äußerlich so schöne Wesen aus seiner misslichen Lage zu befreien. Stattdessen murmelte sie mehr zu sich selbst: „Sie wird hungrig sein.“ Wandte sich ab und schlurfte in ihre Hütte. Als sie zurückkam, hielt sie eine Schüssel Suppe in der Hand. „Willst du essen?“, fragte sie die Weißgekleidete. Die schüttelte den Kopf: „Du willst mich wohl vergiften, was?“ Die Greisin schaute die junge Frau lange schweigend an, während diese weiter tobte und schrie. Schließlich stellte sie die Schüssel mit der Suppe in der Nähe der Angebundenen auf den Boden: „Du bist schon voller Gift. Dich kann nichts mehr umbringen.“ Damit wandte sie sich ab und verschwand in ihrer Behausung.

Der jungen Frau, die wirklich eine Prinzessin war, verschlug es die Sprache. Empört über die Alte, die sie bei Einbruch der Nacht den wilden Tieren und der Ungewissheit des Waldes überließ. Die Fesseln an ihren Handgelenken schnitten ihr ins Fleisch. Jetzt spürte sie den Schmerz, den die tiefen Wunden verursachten. Sie beugte sich herab und versuchte, mit den Zähnen die Knoten zu lösen. Doch es war vergebens. Sie schienen mit einem Bann belegt zu sein und gaben einfach nicht nach. Entmutigt und müde von ihrem Kampf ließ sie sich zu Boden fallen und sank in einen tiefen Schlaf.

Sie träumte einen merkwürdigen Traum. Darin sah sie sich selbst als die Alte im Wald hausen. Sie sah, wie sie mit den Vögeln und den anderen Tieren sprach und verstand jedes Wort, das sie sagten. Dann sah sie sich selbst als die schöne Prinzessin, die sie einmal gewesen war .. oder sein würde? Die Prinzessin, die an der Tafel ihres Vaters saß und mit ihren Worten und Blicken alles vergiftete. Deshalb hatte man sie verurteilt, im Wald bei der Alten zu hausen. Doch sie war selbst auch diese Alte .. Die junge Frau schreckte aus dem Schlaf hoch. Ihre Arme und Beine zitterten und sie fröstelte. Nicht wegen Kälte, nein, es war angenehm warm um sie herum. Das Frösteln kam aus ihrem Inneren. Und zum ersten Mal in ihrem Leben verspürte sie schreckliche Angst. Es war noch immer dunkel und sie vernahm die Schreie der Tiere. Unbekannte Schreie, unbekannte Geräusche. Die Prinzessin erschrak mit jedem Laut. Erschrak auch über sich selbst und die Furcht, die sie auf einmal wahrnahm. Dann erinnerte sie sich an die Schüssel mit Suppe. Sie verspürte Hunger und hoffte, ihre Angst besänftigen zu können, wenn sie ihren Magen füllte. Vorsichtig, um sie nicht umzuschütten, tastete sie nach der Schüssel. Wie erstaunt war sie, als sie feststellte, dass die Suppe noch warm war! Wie ein Tier schlürfte sie den Kräutersud, den die Alte ihr hingestellt hatte, aus der Schüssel. Er schmeckte köstlich und wärmte ihre Glieder von innen heraus. Mit jedem Schluck fühlte sie ihre Lebensgeister und ihren Mut zurückkehren. Dann sank sie zurück in einen tiefen traumlosen Schlaf.

Im frühen Morgenlicht erwachte die Prinzessin von einem sanften Kitzeln. Vorsichtig öffnete sie die Augen. Neben ihr, auf einem Stein, saß die Alte und strich ihr mit einer Feder über die geschundenen Handgelenke. Sie hatte die Fesseln entfernt. Mit leichten Bewegungen führte sie die Feder über die Wunden, die sich augenblicklich schlossen. Die Prinzessin traute ihren Augen nicht. Dankbar sah sie zu der wunderlichen Alten herüber. „Hast du gut geschlafen, Kind?“, fragte diese ohne aufzublicken. Die Prinzessin brachte nur ein stummes Nicken zustande. „Ja, du hast gut geschlafen“, murmelte die Alte, „du hast die Suppe getrunken.“ Die Prinzessin zog ihre Hände von der Alten zurück, starrte die Greisin entsetzt an und schrie: „Was hast du in die Suppe getan? Willst du mich hier mit deinen Zauberkräften festhalten?“ Die Alte schaute die Prinzessin liebevoll an: „Was dich hier festhält, bist ganz allein du selbst!“

„Wie kannst du es wagen, so etwas zu sagen!“ Die junge Frau war aufgesprungen und überragte die Alte. Von oben herab schrie sie, außer sich vor Zorn, weiter: „Ich werde jetzt gehen. Jawohl! Ich gehe jetzt“ und kehrte der Alten den Rücken zu. Die blieb seelenruhig auf ihrem Stein hocken und erwiderte: „Du hast noch nicht zu Ende geträumt. Du wirst bleiben, bis dein Traum erfüllt ist.“ - „Pah! Woher willst du das wissen, alte Hexe ..“ Mitten im Satz hielt die Prinzessin inne .. sie hatte geträumt, dass sie selbst die Alte sei .. dass die Alte sie sei. Wie konnte sie sie also verfluchen, ohne sich selbst .. Nein, diese Gedanken führten zu nichts. Sie riss sich zusammen und warf einen zornigen Blick zu der Greisin, die noch immer vor ihr saß. „Ich ..“, sie stockte, „ich .. bin von edler Geburt. Ganz im Gegensatz zu dir, du altes Weib. Und ich tue, was ich will!“ - „Ja“, erwiderte die Alte mild, „ja, das ist wahr.“ Dann erhob sie sich, schwang die Kiepe auf den Rücken, die sie bereit gestellt hatte und machte sich auf in den Wald.

Die Prinzessin war schon wieder sprachlos. Doch nur beinahe, denn schon nach den ersten Schritten der Alten plärrte sie los: „Du wirst mich doch hier nicht alleine lassen? Mitten in der Einöde? Bei den wilden Tieren?!“ Die Alte sagte kein Wort. Sie wandte sich nicht einmal um. Sie ging einfach ihres Weges. Was blieb der Prinzessin übrig, als ihr zu folgen?

Den ganzen Tag krochen sie durchs Unterholz, folgten ausgetretenen Pfaden und die Alte sammelte Früchte, Wurzeln und Kräuter. Sie sprach kein einziges Wort, mochte die Prinzessin auch noch so sehr klagen und schreien. Die Alte blieb stumm wie ein Fisch. Als die Dämmerung nahte, erreichten sie wieder die Hütte der Alten, in der die Greisin wortlos verschwand. Die Prinzessin stockte. Das sollte jetzt das Zuhause einer Prinzessin sein? Nein, die Alte hatte sie in der ersten Nacht draußen auf dem nackten Boden schlafen lassen. Ob sie ihr heute wohl einfach in die Hütte folgen sollte? Verunsichert blieb die Prinzessin stehen. Zum ersten Mal in ihrem Leben spürte sie das Gefühl der Unsicherheit. Wie es in ihr herauf kroch und sie zittern machte an Leib und Seele. Doch die Furcht vor einer weiteren Nacht draußen in der Wildnis, war stärker als ihre Unsicherheit und zögernden Schrittes folgte sie der Alten in die grün überwuchterte Behausung.

Der Eingang war mit Lianen und Zweigen verhangen, die ihr beim Eintritt ins Gesicht schlugen. Es war dunkel und stickig. Das war das Erste, was die Prinzessin wahrnahm. Vor sich hörte sie die schlurfenden Schritte der Alten. Sie entfernten sich immer weiter. Das Schlurfen hallte der Prinzessin entgegen und es schien, als folgte die Alte einem dunklen, engen Gang. Die Prinzessin, deren Kleid zerrissen und schmutzig war, die sich müde und zerschlagen von einem Tag im Wald fühlte, wusste sich nicht anders zu helfen, als dem Geräusch der Schritte zu folgen. Vorsichtig setzte sie einen Fuß vor den anderen, denn sie war nicht in der Lage auch nur das Geringste zu sehen. Ihre Hände tasteten seitlich und fanden eine kalte, feuchte Wand, an der sie sich entlang leiten ließ. Der schmale Gang führte stetig bergab. Nach einigen Windungen verschwand plötzlich das Geräusch der Schritte und die Prinzessin blieb wie angewurzelt stehen. Doch nun gab es kein Zurück mehr. Viel zu tief war sie schon der Alten in den Berg hinein gefolgt. Sie lauschte in die Dunkelheit. Statt der Schlurfgeräusche drangen nun andere an ihr Ohr und sie fasste sich ein Herz und ging weiter. Als sie um die nächste Biegung kam, flackerte vor ihr in einiger Entferung ein kleines Licht auf. Da nahm die müde, zerschundene Prinzessin allen Mut zusammen, den sie noch finden konnte und beeilte sich, in die Nähe des Lichtes zu kommen. Sie erhoffte sich eine warme Mahlzeit und ein Nachtlager, auf dem sie ihre vom Herumkriechen und wandern schweren Knochen ausstrecken konnte.

Das Licht kam näher. Es wurde größer und strahlender und warf einen warmen, einladenen Schein auf die Wegstrecke, die noch vor ihr lag. Auch die Luft war nicht mehr stickig, sondern wehte ihr frisch und mild wie ein laues Frühlingslüftchen entgegen. Ein leises Lächeln der Freude huschte über das Gesicht der Prinzessin, die in ihrem Leben noch nie gelacht hatte. Ja, sie freute sich, die Alte wiederzusehen und beschleunigte ihren Schritt. Doch was sie dann sah, raubte ihr den Atem.

Am Ende des Weges öffnete sich eine große, lichtvolle Halle. Hohe Säulen aus reinstem Rubin ragten in einen endlos scheinenden Raum empor. Der Boden war mit reinstem Gold bedeckt und vor ihr, in der Mitte der Halle, sprudelte eine muntere Quelle in einem mit schwarzem Onyx eingefassten Becken. Es roch nach Rosen und Lavendel .. auch Thymian und Salbeidüfte erreichten ihre Nase. In dem ganzen, riesig wirkenden Raum schien Musik zu schweben. Zarte, liebliche Klänge drangen an ihr Ohr und erfüllten ihr Herz. Die Prinzessin sah und staunte. Sie schnupperte und lauschte. Nahm all das auf, was ihr entgegen wehte. Es erreichte die junge Frau in ihrem tiefsten Inneren .. an dem dunklen Fleck in ihrer Brust .. All das Schöne, Wunderbare floss direkt in das Zentrum ihres Herzens hinein. Das Zentrum ihres Herzens öffnete sich .. wie eine Blütenknospe .. und die junge Frau fühlte eine nie gekannte, alles umfassende Liebe in sich aufsteigen ..

Wie betäubt schaute sie sich nach einem Lager um. Da erblickte sie einen Thron seitlich des Wasserbeckens, einen Thron umgeben von weichen, dunkelblauen und nachtgrünen Kissen. Sie schwankte ein wenig, als sie zu dem Platz hinüber ging. Glückselig ließ sie sich in die Kissen fallen. Ihr Herz schlug kraftvoll und ruhig, ihr Atem ging tief und erfüllte sie mit größter Wonne.

Die Prinzessin vergaß, dass sie Hunger hatte, sie vergaß, dass sie müde und erschöpft gewesen war und ja, sie hatte auch die Alte vergessen. So erschrak sie ein klein wenig, als diese plötzlich vor ihr stand. Beinahe hätte sie sie nicht erkannt, doch ein Blick in die Augen genügte. Die Frau, die vor ihr erschienen war, trug prächtige Gewänder in den Farben des Regenbogens. Ihr Haar war nicht mehr grau und wild, sondern fiel ihr in sanften goldglänzenden Wellen auf die Schultern. Vor ihr stand die schönste Frau, die sie je in ihrem Leben zu Gesicht bekommen hatte! Die Prinzessin, die bei dem Marsch durch den Wald all ihren goldenen Schmuck verloren hatte und in ihrem abgerissenen, schmutziggrauen Kleid auf den Kissen lag, fühlte sich mit einem Mal uralt und schäbig. Sie senkte ihren Blick. Demütig und voller Achtung für die Frau, die vor ihr stand, für die Alte, die sie gewesen war.

Die wunderschöne Frau in dem regenbogenfarbenen Gewand stieg langsam und bedächtig die Stufen zum Thron empor. Sie nahm Platz auf dem Thron, der ihr gebührte. Die Prinzessin schaute hinauf zu der Königin der Nacht. Schaute und staunte. In ihrem Herzen war so viel Liebe, das es überquellen wollte .. Da klatschte die Königin der Nacht in die Hände. Erschrocken wandte sich die Prinzessin um. Von allen Seiten erklang nun ein leises Kichern. Kleine, zarte Feenwesen eilten herbei und umringten ihre Königin und die zu deren Füßen liegende, schmutzige Prinzessin. Die Feen kicherten, lächelten und nickten der Prinzessin zu. Die Königin klatschte erneut in die Hände. Sofort erschienen hunderte von zarten Elfenwesen, füllten den Raum mit dem Getrippel ihrer kleinen Füße, schwirrten um die beiden Frauen herum und brachten die erlesendsten Speisen und Getränke herbei. Vor ihren Augen webten sie aus dem Duft des Raumes einen feinen Stoff und nähten daraus ein neues Kleid für die Prinzessin. Sie wuschen die Geschundene, sie salbten sie und hauchten ihr betörende Düfte ins Haar. Nun lächelte die Königin der Nacht ihren geliebten Elfen und Feenwesen zu. Diese zogen sich in die Höhe des Raumes zurück und leise begannen sie, die schönste Musik zu spielen, die sich ein Mensch vorstellen kann.

Die Königin der Nacht blickte zufrieden und voller Mitgefühl auf die am Boden ruhende Prinzessin. Der jungen Frau war Schamesröte in die Wangen gestiegen, als sie sich so verwöhnt und so geliebt sah. Dankbar schaute sie der Königin in die Augen. Die Königin der Nacht senkte ihren liebevollen Blick in die Augen der Prinzessin. In diesem Augenblick verschmolzen die beiden Frauen miteinander. Sie wurden eins .. in ihrem ganzen Sein .. in ihrem ganzen Wesen. Sie wurden zur reinen Liebe .. zur Einheit.

Die Prinzessin fand sich an der Tafel ihres Vaters sitzend wieder ... erfüllt von Liebe und Freude. Sie strahlte von innen heraus, strahlte und erleuchtete das Haus ihres Vaters. Der Vater, der über die Transformation seiner Tochter von Herzen glücklich war, stand auf, ging zu ihr herüber und schloss sie in seine Arme. Die Verwandlung seiner geliebten Tochter war vollbracht. Sie war zu einer wunderschönen, strahlenden, liebenden Frau geworden.


Zauber~Geschichte von Shanto ~ Ute Königstedt
Aus drei Worten channele ich eine ganz persönliche Geschichte ~ Tiefgründig und voller Symbole wird sie dich an dein Selbst und deinen Weg erinnern. Weitere Infos auf Anfrage per mail.

Stern10620